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Aufgabe meiner Arazucht

von Frank Bauer

Liebe Leserinnen und Leser meiner Homepage,

sicherlich wird euch diese Nachricht schockieren, aber in den vergangenen 8 Wochen sind einige entscheidende Dinge passiert, die mich zu diesem Schritt veranlasst haben.

Zuerst einmal muss ich euch mitteilen, dass mein Hellroter Arahahn Emil am 07.09.2014 spontan an den Folgen seiner Aspergilloseerkrankung verstorben ist. Ich hatte ihn ja schon seit 1,5 Jahren in regelmäßiger Behandlung, und bis zum Tag vor seinem Tod ging es ihm auch gut. Er ist geflogen, hat gefressen und sich mit Martha beschäftigt. Mit diesen Eindrücken habe ich am Abend zuvor das Licht ausgemacht.

Als ich allerdings am Sonntag gegen 10 Uhr zum Füttern ins Papageienzimmer kam stellte ich sofort fest, dass etwas nicht in Ordnung ist. Emil saß wippend auf dem Ast und rang nach Atemluft. Mir war sofort klar, dass sich ein Pilzgranulom gelöst haben muss und ihm die Bronchialwege blockiert. Ich brachte ihn sofort in die Krankenbox; bei Infrarot und mit einem Pilzmittel versetzten Dampfbad versuchte ich seine Symptome zu lindern. Ich machte mich sofort auf den Weg ins 100 km entfernte Magdeburg, um von meinem Tierarzt Dr. Mensing das bislang gut wirkende Itrafungol zu holen. Als ich nach 2 Stunden wieder daheim war, lag Emil bereits tot in der Krankenbox.

Es ist ein unvorstellbar trauriges Gefühl, wenn man so einen liebenswerten Vogel tot in seiner Hand hält. Vor allem machte mir Martha große Sorgen, die ihn schon die vergangenen Stunden ständig gerufen hatte. Um sie auf das Unvermeidliche einzustimmen, ging ich mit Emil im Arm in ihre Voliere.

Was ich dann erlebte, ist schwer zu beschreiben. Martha, die die vergangenen 1,5 Jahre fast ausschließlich in aggressiver Brutstimmung gewesen ist, kam auf meine Schulter geflogen und kletterte zu Emil hinunter. Sie versuchte ihn zu füttern, ihn anzustubsen und zu kraulen, aber es war natürlich erfolglos. Nach 5 Minuten hatte es Martha begriffen und zog sich völlig still auf ihren Ast zurück. Bei dem Gedanken könnte ich immer noch losheulen :-( !!!

Was tue ich nun mit Martha? Es gab nur zwei Möglichkeiten: Entweder ich finde in kürzester Zeit einen passenden Hahn, oder ich gebe sie zu einem Züchterkollegen mit einem vorhandenen Hahn. Letzteres hat sich spontan ergeben, so dass ich sie am 02.11.2014 weggebracht habe.

Es ging hierbei nicht um mich. Es geht mir um das Wohl meines Vogels. Ich erinnerte mich sehr schnell an meinen Spruch: “Ein Papagei ist kein Papagei”. Das hat mir geholfen, um diesen Schritt zu machen.

Helrote Aras sind supersensibel, und fangen sich bei Einsamkeit sehr schnell an zu rupfen. Ich hoffe, dass ich ihr mit meiner Entscheidung ein Schicksal als einsamer Volierenvogel erspart habe. Martha fehlt mir und ich werde die Zeit mit Emil und ihr nicht vergessen.

Wie es weitergeht? Ich konzentriere mich jetzt intensiv auf meine Graupapageien, mit denen ich sehr viel Spaß habe. Ob ich mir nochmal Aras zulege, kann ich definitiv noch nicht sagen. Auf jeden Fall werde ich dann eine neue Volierenanlage mit geeigneten Schallschutz benötigen, sonst bekomme ich wirklich riesigen Ärger mit meinen Nachbarn.

Euer Frank Bauer, geschrieben am 05.11.2014

 

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