Willkommen in der Casa del Graupi
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Fütterungshinweise

ein Bericht von Frank Bauer

Ich möchte in diesem Kapitel die Thematik der Ernährung der Graupapageien kurz anschneiden und aus meiner Sicht die wichtigsten Dinge kurz ansprechen.

Die richtige Ernährung ist eine wichtige Voraussetzung für die Gesundheit unserer Vögel. Bei einer abwechslungsreichen, ausgewogenen Zusammenstellung des täglichen Futters wird das Wohlbefinden unsere Lieblinge gestärkt und Mangelerscheinungen vorgebeugt.

Auch die Bewegungsmöglichkeit der Tiere spielt bei der Futterzusammenstellung eine wichtige Rolle. Vor allem bei Volierenvögeln, die das ganze Jahr bei Wind und Wetter den Aufenthalt in der Außenvoliere bevorzugen, ist eine energie- und fettreiche Futterzugabe durch geschälte Nüsse in Lebensmittelqualität unerlässlich. Meine Graupapageien lieben Pistazienkerne in der Schale, sie bekommen jeden zweiten Tag zum Trockenfutter ein paar Pistazienkerne. Obst, Gemüse, Grünfutter und Keimfutter sind für die tägliche Fütterung ebenfalls unverzichtbar, sie enthalten lebenswichtige Vitamine und Mineralstoffe. Bieten Sie ihren Vögeln immer wieder neue Sorten an, auch wenn Sie manchmal verzweifeln möchten. Sture "Böcke" gibt es immer, gerade unter den Alttieren. In den meisten Fällen ist das Futterangebot eine Frage der Gewöhnung.

ACHTUNG !!!

Ein Graupapagei ist kein Mensch, und somit haben menschliche Nahrungsmittel wie Brot, Schokolade, Chips, Erdnusslocken und diverse andere “Leckereien” nichts bei ihm zu suchen. Sie tun ihrem gefiederten Freund keinen Gefallen, sondern erhöhen für ihn das Risiko ernsthaft krank zu werden.

Bevor ich zum eigentlichen Thema komme, möchte ich auf den wichtigsten Punkt der ganzen Fütterung hinweisen: HYGIENE !!! Sauberkeit bei der Fütterung ist das oberste Gebot für ein langes und gesundes Vogelleben. Achten Sie besonders auf die Reinhaltung des Futterplatzes und der Futternäpfe. Die Näpfe sind regelmäßig mit der Spülmaschine zu reinigen, die Napfhalter und Sitzstangen davor sind mit den entsprechenden Reinigungsmitteln zu säubern. Vor allem sind übrig gebliebenes Obst und Quellfutter SPÄTESTENS nach 12 Stunden zu entfernen, im Sommer spätestens nach 8 Stunden.

Zum Thema Keimfutter können Sie hier alles zur Herstellung nachlesen.

Auf eine ausgewogene Futterzusammensetzung ist stets zu achten. Ich liste hierbei kurz die wichtigsten Futtersorten auf:

Getränke:

  • täglich frisches Leitungs- oder Mineralwasser
  • alternativ Kamillen- und Fencheltee

Körnerfutter:

Dieses sollte ungefähr 60% des täglichen Futterbedarfs darstellen. Die Grundnahrung stellen Körnermischungen dar mit Kürbiskernen, Sonnenblumenkernen und Nüssen, ebenso gequollene und gekeimte Körner (Buchweizen, Hanf, Hirse, Kardi, Mais, Nackthafer oder geschälter Hafer, ungeschälter Reis, Weizen). Auf beste Qualität muss viel Wert gelegt werden, da gerade falsch gelagerte Nüsse zu schweren Atemwegserkrankungen führen können, weswegen auch auf ungeschälte Erdnüsse generell verzichtet werden sollte.

Ein gutes Sortiment an getrocknetem Früchten und Gemüse erhalten Sie bei Ricos Futterkiste oder bei Zieler in Hamburg.

Hier die empfehlenswerten Futter-Fertigmischungen für ihren Graupapagei:

Allgemeiner Hinweis zum Körnerfutter:
Obwohl Saatsorten wie die von Versele generell von guter Qualität sind, befinden sich in den Säcken immer noch große Staub- und Schmutzanteile. Um langfristig eine Atemwegserkrankung ihres Papageis zu verhindern, empfehle ich das Saatgut vor dem Verfüttern mit einem Edelstahlsiebdurchschlag zu sieben.
Am besten geschieht das, indem das Futter in sogenannte “Oskartonnen” umgefüllt wird. Dabei werden die Körner zuerst über einer Spüle durchgesiebt und anschließend in die “Oskartonne” gefüllt.

Auf keinen Fall sollten Sie minderwertiges Papageienfutter aus dem Supermarkt verfüttern. In der Regel ist das Futter veraltet und derart verschmutzt, dass eine Aspergilloseerkrankung unterstützt wird. Dies liegt u.a. auch an den ungeschälten Erdnüssen im Futter, welche größtenteils mit Aspergillosepilzsporen kontaminiert sind. Gutes Körnerfutter gibt es von Versele oder von Ricos Futterkiste.

Obstsorten:

Zu erwähnen wäre, dass alles gekaufte Obst wegen der Pestizitbelastung und anderer Pflanzenschutzmittel geschält und gewürfelt zu reichen ist. Auf jeden Fall sollte es gründlichst unter fließendem Wasser gereinigt werden, wenn Sie sich die Mühe des Schälens nicht machen wollen.

Gemüsesorten:

  • Mais (halbreif)
  • Mohrrüben
  • Erbsen
  • Bohnen
  • Fenchel
  • Paprikaschoten
  • Salatgurken
  • Radieschen
  • Sellerie
  • Tomaten
  • Zucchini

Grünfutter, Sämereien, Blüten und Knospen:

  • Petersilie
  • Kopfsalat
  • Vogelmiere
  • Löwenzahn
  • gewaschener Derbyhafer als Quellfutter
  • Quellfutter / Keimfutter (alles was auch ohne Pelletbestandteil als Trockenfutter gereicht wird)

Vitamine, Lactos, Zuchtkonditionierung:

Mineralien:

  • Taubengrit von Klaus
  • Sepiaschalen
  • Papageienkalkstein
  • Korvimin (zu beziehen beim Tierarzt, ist verschreibungspflichtig)
  • frische Weiden- und Obstbaumtriebe

Äste zum Knabbern und als Sitzstangen:

  • Weide
  • Buche
  • Apfelbaum
  • Kirschbaum
  • Eiche
  • Birke (geht auch, ist aber vom Geschmack her für den Vogel etwas bitter. Wird daher ungern benagt).
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