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Keimfutter

Ein Bericht von Frank Bauer und  www.orangekakadu.de

In diesem Kapitel möchte ich auf das Thema “Keimfutter” zu sprechen kommen. Ich habe auf der Homepage eines Züchterkollegen eine sehr informative Aufstellung gefunden, was man bei der Keimfutterherstellung beachten muss Vielen Dank an www.orangekakadu.de für die Erlaubnis zur Publikation auf dieser Site.
Die Fotos habe ich geschossen, da sich meine Methode mit dem Edelstahlsieb von seiner mit den Kunststoffeimern unterscheidet.

Warum Keimfutter?
Die harten und trockenen Samen besitzen einen Nährstoffvorat für die spätere Entwicklung vom Samen bis zum Keimling. In diesem trockenen Zustand sind die Nährstoffe für Papageien nur schwer zu verarbeiten. Kommen die Körner mit Wasser und Sauerstoff in Kontakt, beginnt der Umwandlungsprozess. Inhaltsstoffe die vorher unzugänglich waren, werden jetzt aufgespalten und den Tieren zugänglich gemacht. Weiterhin entstehen neue Wertvolle Stoffe die eine bessere und leichtere Verdauung ermöglichen.
 

Wie stelle ich Keimfutter her?
Es gibt viele Möglichkeiten Keimfutter herzustellen. Am hygienischten ist die Verwendung von Edelstahlsieben, die sich bequem in der Spülmaschine reinigen lassen. Kunststoffsiebe oder auch das bekannte Eimerkonzept ist aus bakteriologischer Sicht nicht zu empfehlen, da sich im Gefüge die Bakterienkulturen ansiedeln. 

Im kalten Wasser 12 Stunden einweichen. Zwischendurch mehrmals spülen !
Die Saatmischung wird in das Edelstahlsieb gegeben

Das Ansetzten des Keimfutters führe ich stets am Morgen durch. In das Edelstahlsieb wird die Körnermischung gleich für mehrere Tage angesetzt, da ich insgesamt 10 Papageien zu versorgen habe. Das Ganze spüle ich unter kaltem fliesenden Wasser mehrmals gründlich durch. Das Edelstahlsieb wird in die Spüle gestellt und bis oben mit Wasser aufgefüllt. Innerhalb der ersten 12 Stunden spüle ich das Futter mehrmals durch. Das gefüllte Sieb wird zum Abtropfen auf die Spüle gestellt. Am nächsten Morgen spüle ich das Keimgut mehrmals kräftig durch und lasse es gut abtropfen. Drei Teelöffel gebe ich pro Papageienpaar in einen separaten Napf und gebe Eifutter hinzu. Zu diesem Zeitpunkt haben sich noch keine Keime gebildet, und kann lediglich als Quellfutter bezeichnet werden. Das übrige Keimfutter wird am Abend erneut gespült, bis ich den nächsten Teil morgens verfüttern kann. Das Ganze wiederholt sich noch einmal. Das Keimfutter reicht immer für drei bis 4  Tage. Die Temperatur liegt beim Keimen zwischen 14 und 20°C und sollte, um einen Pilzbefall vorzubeugen, nicht überschritten werden. Ich selber habe noch kein Futter wegwerfen müssen, weil es verschimmelt ist. Das Sieb und die Näpfe spüle ich mit heißem Wasser und einer Bürste gut aus und stelle es regelmäßig in den Geschirrspüler.

Sehr wichtig ist immer das gründliche Spülen der Keimgutes. Das Futter muß frisch riechen, deshalb immer die Nase einsetzen !!

Auf keinen Fall Keimfutter, das muffig riecht oder schimmlig aussieht, verfüttern !!

Wichtiger Hinweis:
Die Reste des Quell- oder Keimfutter sind im Sommer bereits nach 8 Stunden, im Winter bei einer Raumtemperatur von 17 - 19°C maximal nach 12 Stunden aus der Voliere zu entfernen. Es bilden sich eine Vielzahl an Bakterien im Keimfuttergemisch, welche den Tieren gesundheitlichen Schaden zufügen können. Ich  prüfe mit der Nase, ob das Futter noch gut ist oder nicht. Im Zweifelsfall werden die Futterreste bereits früher entsorgt.

Gut abtropfen lassen Das Quell-/ Keimfutter auf der Spüle stehen lassen. Zwischendurch mehrmals spülen

Welche Saaten eignen sich zum Keimen?
Alle Saaten die die Vögel auch trocken bekommen würden. Zum Keimen eignen sich nur qualitativ hochwertiges und reines Körnerfutter, ohne Zusätze wie Pellets, Vogelmiere und kleine Knusterstücke, die beim Keimvorgang zur Schimmelbildung und Pilzbefall führen.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um Keimfutter zusammen zu stellen. Als Beispiele führe ich zwei Mischungsbeispiele an, die aus Einzelsamen bestehen und im Verhältnis 1:1 zusammengesetzt sind.

Keimfutter gibt es natürlich auch als fertige Futtermischung zu kaufen. Hier möchte ich das Keimfutter für Papageien von Versele Laga empfehlen. Ich setze das Futter in einem großen Edelstahlsieb mit weißen Sonnenblumenkernen und Derbyhafer an und versetze es bei der Zubereitung mit Eifutter. Auch das bringt Abwechslung in den Futterplan.

Saatengemisch 1

Saatengemisch 2

Saatengemisch 1
Die Körner werden im Verhältnis 1:1 gemischt.

Baumsaat

Baumsaat

paddyreis

Paddyreis

Buchweizen

Buchweizen

Nackthafer (Derbyhafer)

Nackthafer (Derbyhafer)

Kardi

Kardi

Sonnenblumen

Sonnenblumen

Saatengemisch 2
Die Körner werden im Verhältnis 1:1 gemischt.

Ackerbohnen

Ackerbohnen

Weizen

Weizen

Dari

Dari

Erbsen Grün

Erbsen Grün

Katjang

Katjang

Silberhirse

Silberhirse

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