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Rachitis

ein Bericht von Frank Bauer

Rachitis (auch “Knochenweiche” genannt) ist eine Krankheit die nicht ansteckend ist.

Rachitis ist eine Stoffwechselerkrankung des heranwachsenden Organismus. Die Ursache bei Papageien ist eine Fehlernährung (reine Körnerfütterung), die durch einen Mangel an Kalzium, Phosphor und anderen Mineralien, sowie Vitamin D3 und B in der Wachstumsphase entsteht.

Wenn die Krankheit nicht frühzeitig behandelt wird, schwellen die Gelenke an und der Schnabel erweicht. Selbst Knochen können dann leicht brechen. Rachitis kann aber auch beim Altvogel durch einseitige Ernährung auftreten, wobei die Symptome die gleichen sind.

Das Provitamin D3, welches zur Aufnahme von Mineralstoffen aus dem Darmkanal wichtig ist, wird im Vogelorganismus mit Hilfe von Sonnenlicht selbst hergestellt. Deshalb ist es wichtig dem Vogel gerade in der Wachstumsphase die Möglichkeit zu geben das Vitamin mit Hilfe von UV-Licht selbst zu bilden. Zusätzlich sollte das Futter mit den entsprechenden Vitaminen und Mineralien angereichert sein.

Für Stubenvögel, denen keine Außenvoliere zur Verfügung steht, eignen sich besonders gut speziell auf den Vogel abgestimmte Lampen (z.B. Arcadia Bird Lamps)

Es ist verständlich, dass der heranwachsende Vogelorganismus sehr viel Vitamine und Mineralstoffe benötigt, damit er einen guten Start ins Leben bekommt. Hier sind vor allem die Züchter in der Pflicht, die Ernährung nicht nur während der Aufzuchtphase so abwechslungsreich wie möglich zu gestalten.

Während der Brutphase ist besonders die Garbe von Keimfutter und frischem Obst besonders wichtig. Zusätzlich sollte den Elterntieren regelmäßig Eifutter, gegeben werden, welches zusammen mit dem feuchten Keimfutter angesetzt werden kann. Dieses kann auch zusätzlich mit Handaufzuchtfutter Nutri Bird A19 von Versele Laga versetzt werden. Hierbei ist besonders darauf zu achten, dass Keimfutter sehr schnell verdirbt und spätestens nach 24 Stunden zu entfernen ist. Im Sommer bei hohen Temperaturen ist dies wegen der hohen Schimmelpilz- bildung bereits nach 8 bis 12 Stunden vorzunehmen.

ACHTUNG ! Als Keimfutter / Quellfutter ist ausschließlich Papageienfutter ohne Pellet- und Extrudatanteil zu verwenden. Wenn Sie kein Keimfutter selbst anmischen wollen, dann eignet sich hierfür besonders gut das Papageien Super-Diätfutter von Versele Laga.

Auf jeden Fall ist während der gesamten Aufzuchtphase Mineralien in Form von Futterkalk, Sepiaschalen und Taubengrit anzubieten. Besonders Sepiaschalen werden sehr gerne gefressen, da sie bei Hennen für die Bildung einer festen Eischale sorgen.

Auch beim Handaufzuchtfutter darf im Sinne eines gesunden Kükenwachstums nicht am falschen Ende gespart werden. In meinem Züchterkreis wird überwiegend das Handaufzuchtfutter Nutri Bird A19 für Graupapageien verwendet, für Kakadus und Amazonen eignet sich Nutri Bird A21.

Zusammenfassend betrachtet stelle ich fest, dass wer am Futter spart, der spart absolut am falschen Ende. Unnötige Folgekosten für den Tierarzt sind leider unumgänglich, wenn die Gesundheit des Vogels durch falsche Ernährung gelitten hat. Eine ausgewogene Fütterungsweise nicht nur während der Aufzucht, sowie die richtigen Licht- und Unterbringungsverhältnisse sorgen für ein hoffentlich langes und gesundes Papageienleben.

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