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Rupfen

ein Bericht von Frank Bauer

Wenn sich Ihr Papagei anfängt sich zu rupfen, dann kann das vielerlei Ursachen haben. Natürlich fragt sich der Halter zuerst, was denn der Grund für diese plötzliche Verhaltensauffälligkeit sein könnte.

Die Gründe für den plötzlichen Verhaltenswechsel können vielschichtig sein. Es gibt leider kein allgemein gültiges Patentrezept; hier muß jeder Vogel individuell betrachtet werden. Ich möchte hier die wichtigsten Fragen auflisten, die sich jeder Papageienbesitzer in dieser Situation stellen sollte:

  • Fehlt meinem Papagei ein Partner?
  • Ernähre ich ihn falsch?
  • Bekommt er zuwenig oder zuviel Tageslicht?
  • Steht ihm ausreichend Platz zur Verfügung?
  • Hat er genug Beschäftigungsmöglichkeiten in Form von Spielzeug oder frischen Ästen?
  • Ist sein Tagesablauf vielleicht unregelmäßig?
  • Ist die Temperatur oder die Luftfeuchtigkeit nicht angemessen?
  • Bekommt der Papagei genug Vitamine und regelmäßig frisches Obst?
  • Hat er genügend Nistmaterial in der Brutzeit zur Verfügung?
  • Macht der Papagei einen gesunden Eindruck?

Viele Papageien beginnen mit dem Rupfen, wenn sie in die Geschlechtsreife kommen und keinen, bzw. einen  Partner haben, mit dem sie sich nicht verstehen. An dieser Stelle sei noch einmal eindringlich darauf hingewiesen, dass Papageien absolut nicht zur Einzelhaltung geeignet sind!

Falls der Vogel über körperliche Leiden verfügt, so können diese nur durch eine gründliche Untersuchung beim vogelkundigen Tierarzt festgestellt werden. Bei der Überprüfung der Umweltbedingungen sollte man ruhig kritisch die vorhandene Situation hinterfragen, denn nicht alles alt überlieferte ist auch wirklich gut. Viele Dinge wie Temperatur und Luftfeuchtigkeit lassen sich durch ein Thermometer bzw. mit einem Hygrometer überprüfen.

Wenn Sie die Umweltbedingungen alle geprüft und ggf. korrigiert haben, die ärztliche Untersuchung absolviert haben, der Vogel einen Partner hat und sich auch außerhalb der Brutzeit rupft, dann empfiehlt sich folgende Kur:

  • Neben dem Körnerfutter tägliche Gaben von Obst, auch wenn das Tier dies anfangs ignoriert. Irgendwann wird nach dem Wechsel der Obstsorten eine Frucht auftauchen, die auch Ihr Vogel gern fressen mag.
  • Zweiwöchige Kur mit dem federwachstumsfördernden Mittel Nekton-Bio. Danach: zwei Wochen zur Hautberuhigung und Stärkung der beanspruchten Organe Amynin.
  • Anschließend: zwei Wochen Nekton-S zur Stärkung des Vitamin-Haushalts.

Eine Gewähr für die Verträglichkeit der vorgenannten Elemente oder deren Wirksamkeit kann natürlich nicht übernommen werden.

Während dieser Vorgehensweise sollte der Vogel mindestens dreimal die Woche abgesprüht oder gebadet werden (natürlich nicht unter Zwang, sondern durch Bereitstellung einer Bademöglichkeit), je nachdem, was das Tier lieber mag. Außerdem ist der Papagei ständig zu beobachten. Falls extreme Auffälligkeiten wie mehrtägigem Durchfall oder Erbrechen sichtbar werden, ist die Kur sofort abzubrechen. Wenn keine Auffälligkeiten auftreten, kann diese Kur- falls sie beim ersten Mal nicht zum Erfolg geführt hat - mit einem Abstand von zwei Wochen wiederholt werden. Dabei sollte während der ganzen Kur dem Tier noch ein zusätzlicher Nährbrei (bestehend aus Nekton-Lori und Zwieback, der alle notwendigen Nährstoffe enthält) verabreicht werden.

Wenn sich auch nach zwei Kuren keine - auch nicht kleine - Verbesserungen zeigen, dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass das Vogelgefieder nachhaltig geschädigt ist. Durch die vorhergehenden Rupfaktivitäten können die Federkielschäfte so beschädigt sein, dass diese nicht mehr nachwachsen. Auch kann sich das Rupfverhalten beim Vogel psychologisch eingeprägt haben, dass hier keine positive Veränderung mehr erzielt werden kann.

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